Heike Hofmann kritisiert "neue" Schulpolitik von Schwarz-Gelb

Veröffentlicht in Landespolitik

-Schwarz-Gelb ändert ein bisschen, damit alles bleibt wie es ist!-

Als "Bankrotterklärung für die Kultusministerin" hat die Weiterstädter Landtagsabgeordnete Heike Hofmann das neue Konzept der Landesregierung für eine neue Mittelschule bezeichnet. "Die ‚neue‘ Schulpolitik ist die alte. Die Wege sind Sackgassen, die Realität wird schön gefärbt und Kritik als unerwünscht zurückgewiesen. Über diese Mischung ist vor gar nicht so langer Zeit schon einmal eine Kultusministerin in Hessen gestolpert“, so die SPD-Politikerin.

Es sei enttäuschend, dass Hessen weiterhin versuche, die Schulform der Hauptschule zu erhalten, obwohl die Anmeldezahlen kaum noch 3 Prozent zum Schuljahresbeginn betrugen. In elf anderen Bundesländern sei die Hauptschule auch unter CDU-Regierungen bereits abgeschafft worden. "Das Beharren auf einer unhaltbaren Begabungstheorie verhindert zukunftsfähige Lösungen für unser Schulsystem. Kinder sind einzigartig und eben nicht in drei Bildungsschubladen einzuordnen“, betonte die Abgeordnete.

Die SPD-Politikerin erneuerte die Forderung ihrer Fraktion, den Schulen längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen. "Geben Sie endlich den Weg frei für längeres gemeinsames Lernen in der Sekundarstufe, für eine Schule, die alle Bildungsabschlüsse anbietet und den Bildungsweg der Kinder so lange wie möglich offen lässt. Eine Schule, die ganztags arbeiten und Schüler und Schülerinnen individuell fördern kann." „Die SPD hat hierzu bereits vor Jahren in großer Übereinstimmung mit Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie der Mehrheit der Bildungsverbände ein Konzept für ein „Haus der Bildung“ vorgelegt. Es ist ein mutiges Konzept, das den Schulen auf freiwilliger Basis die Möglichkeit gibt, sich wirklich weiter zu entwickeln“, erläuterte Hofmann.

Abschließend kündigte sie an, dass das Konzept vom Haus der Bildung bei der anstehenden Novelle des Hessischen Schulgesetzes erneut in die Debatte eingebracht werde und forderte die CDU/FPD-Koalition auf, sich konstruktiven Beratungen nicht zu verschließen. Mit dem Modell der rückwärtsgewandten „neuen Mittelschule“ werde die Landesregierung die Probleme fehlender Chancengleichheit, zurückgehender Schülerzahlen und der Abkehr der Eltern von der Hauptschule nicht lösen können. Vielmehr drohe Hessen mit Blick auf die anderen Länder immer weiter zurückzufallen, so Hofmann abschließend.

 
 

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